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Ihr Datenträgerarchiv und Ihre Back-up-Strategie auf dem
Prüfstand - 10 Fragen.

Rechenzentrum
- WAS PASSIERT MIT IHREN "LEBENSWICHTIGEN" DATENTRÄGERN UND UNTERNEHMENSDATEN IM KATASTROPHENFALL?
Leider werden Back-ups oft am selben Ort oder im selben Gebäude wie die Originaldaten aufbewahrt.
Das reduziert den Nutzen von Back-ups drastisch. Der beste und teuerste Katastrophenschutzplan
ist sinnlos, wenn die Original-Daten und die Back-ups durch dasselbe Schadensereignis betroffen
werden können.
Räume und Safes im eigenen Gebäude eignen sich generell nicht für Back-ups, denn im Ernstfall,
bei Feuer, Explosion, Rohrbruch, Überflutung, Einsturz oder Terroranschlägen dauert es oft Tage,
bis die Unfallstelle von den Behörden gesichert und freigegeben wird. Hinzu kommt der Zeitbedarf
für Schuttentfernung und das Abpumpen von Wasser, erst dann hat man Zugang zu Back-ups, die in der
Regel dann auch noch ganz oder teilweise beschädigt sind.
- WIE NAH IST IHR BACK-UP DATENTRÄGERARCHIV AN IHREM BETRIEBSSTANDORT?
Wir empfehlen eine Entfernung von mindestens 5 Kilometern. Das ist weit genug, um von den meisten
Katastrophen am Betriebsstandort nicht betroffen zu sein und nah genug für den schnellen Zugriff
im Krisenfall.
- WIE GUT IST IHR DATENTRÄGERARCHIV GEGEN EINBRUCH, SABOTAGE UND INDUSTRIESPIONAGE GESCHÜTZT?
Wir empfehlen die Einhaltung der höchsten Sicherheitsstufen der Sicherungsrichtlinie für Geschäfte
und Betriebe VDS 2333 des Verbandes der Sachversicherer. Unser MEDIASAFE (Datenträgerlager) erfüllt
dieselben strengen Richtlinien, die für Banken gelten.
- IST IHR DATENTRÄGERARCHIV AUSREICHEND GEGEN FEUER GESCHÜTZT?
Viele Datenträgerarchive sind es nicht. Denn oft gibt es kein sinnvolles Löschsystem oder
Wassersprinkleranlagen; diese sind sehr problematisch, denn Wasser in Kombination mit Feuer
wirkt sehr zerstörerisch. Ein Datenträgerarchiv sollte mit Hitze-/Rauchdetektoren ausgerüstet
sein, die an eine Löschgasanlage gekoppelt sind.
- IST IHR DATENTRÄGERARCHIV AUSREICHEND GEGEN ROHRBRUCH UND ÜBERFLUTUNG GESCHÜTZT?
Viele Archive sind es nicht, weil Wasserleitungen durch die Archivräume verlegt sind und
im Falle eines Rohrbruchs Datenträger von Wassermassen beschädigt werden können.
- HALTEN SIE DIE AUFBEWAHRUNGSEMPFEHLUNGEN DER DATENTRÄGERHERSTELLER EIN?
Die Hersteller von Datenträgern erforschen die Haltbarkeit ihrer Produkte ausgiebig und geben,
basierend auf ihren Ergebnissen, Lager- und Aufbewahrungsempfehlungen heraus. Diese müssen
befolgt werden, um die Haltbarkeit der Datenträger nicht zu reduzieren.
- SIND DIE LAGERBEDINGUNGEN IN IHREM DATENTRÄGERARCHIV AKZEPTABEL?
Die ideale Temperatur und Luftfeuchtigkeit muss eingehalten und regelmäßig gemessen werden,
der Boden sollte antistatisch sein und die Klimaanlage muss mit Staubfiltern ausgerüstet sein.
Der Raum sollte frei von brennbarem Material sein.
- WELCHE KLIMATISCHEN BEDINGUNGEN HERRSCHEN IN IHREN DATENTRÄGERSAFES?
Wenn Sie Ihre Datenträger in Safes aufbewahren, so sollten Sie prüfen, wie die klimatischen
Bedingungen im geschlossenen Safe sind. Herrscht dort die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit?
- WIE SICHER UND FACHGERECHT IST DER TRANSPORT IHRER BACKUP-DATENTRÄGER?
Tägliche oder wöchentliche Abholungen sollten mit sicheren und sauberen Fahrzeugen erfolgen.
Das Personal sollte geschult und sicherheitsüberprüft sein. Die Datenträger müssen in verschließbaren,
versiegelbaren und stoßsicheren Sicherheitskoffern befördert werden, die ausreichend gegen
Temperaturschwankungen isoliert sind. Im Notfall sollten Transporte zu jeder Uhrzeit möglich sein.
- SIND REMOTE BACK-UPS EINE AKZEPTABLE LÖSUNG FÜR SIE?
Manche Firmen sehen gegenseitige Remote Back-ups mit kompatiblen
Firmen oder Organisationen als die Lösung für ihre Archivierungsprobleme
an. Aber was genau ist Kompatibilität in diesem Bereich? Gegenseitige
Remote Back-ups können kostengünstig sein, aber man muss die Risiken
auch realistisch einschätzen. Verantwortlichkeiten sind geteilt und es ist
schwierig, die Qualität und Sicherheit auf der anderen Seite zu überprüfen.
Missmanagement kann meistens erst zu spät aufgedeckt werden. Diesen
Mangel an Kontrolle kann man im Ernstfall nicht rechtfertigen.
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